Heute bekam ich ein tolles Bild, das mir überraschend gut hilft.

Mein Leben ist ein Garten, er braucht Unkraut ebenso wie gute Erde, Pflanzen und Bäume.

Bisher sah mein Garten aus wie nach einem Tornado. Es gab nichts was die zarten Triebe der kleinen Blumen schützte und stützte. Deswegen hatte auch nichts eine Chance so zu wachsen wie ich es gern gehabt hätte sondern es wuchs in Bahnen die ich nicht kontrollieren konnte.

Jetzt gab es wieder einen Wirbelsturm der alles was wuchs zerstörte, er zerstörte aber nicht nur sondern nahm auch die Felsbrocken mit von denen ich dachte das sie schützen.

Klar wenn man bei etwas Schutz sucht dann fehlt es wenn es verschwindet.

Ich wollte aber nicht wahr haben das diese Brocken viel zu große Schatten warfen und Platz einnahmen an dem gute Dinge hätten wachsen können.

Ich darf den Schutz des Felsbrockens vermissen, muss mir aber klar machen das es schon lange kein Schutz mehr war.

Jetzt hab ich die Chance diesen Garten neu zu bepflanzen. Das geht nicht sofort, und es dauert bis ich die Ergebnisse sehe.

Aber ich hab zum ersten Mal die Chance allein zu bestimmen was ich mag, was mir gefällt und vor allem was mir gut tut.

Ich hätte gerne ein paar Blumen aus dem alten Garten in meinen Neuen mitgenommen, aber entweder waren sie zu schwach dafür oder von Anfang an nicht dazu geeignet in meinem Garten zu wachsen.

Das ist traurig und das darf weh tun, aber ich muss mir bewusst machen das sie trotz meinen Gefühlen und Gedanken an sie nicht für mich gemacht sind.

Ich hab ganz viele Samen bekommen, welche ich einpflanze muss ich selbst entscheiden, was ich wachsen lass liegt in meiner Hand.

Ich vermisse meinen alten Garten, das darf ich.

Ich darf trauern um den Felsbrocken, aber wenn er stürzt hätte er mich weiter in den Abgrund gerissen. Das tut weh.

Viel was ich mit diesem Stein erlebt habe tat mir nicht gut und ich habe es nicht erkannt. Ich dachte ich muss mich versuchen mehr anzupassen, aber ich bin kein Stein. Der Stein dachte immer das ich ihn ausnutze, er verstand nicht das ich ihn wegen dem einen Punkt als er mir glaubte bis an mein Lebensende lieben werde.

Die Sonne war eigentlich immer mein Ding, obwohl ich verlernt habe sie zu sehen. Deswegen wollte ich meine eigene Sonne bei mir haben und irgendwann hab ich sie auch für die schlechten Zeiten.

Ich erkenn erst jetzt das ich schon früher unbewusst versucht habe meinen Garten besser zu gestalten, nur traute ich mich nie es durchzuziehen.

Ich wollte den Stein nicht aus meinen Garten verbannen obwohl ich spürte das er mir schadet. Ich wollte die Schäden übergehen, schlucken und vergessen.

Das funktionierte nur in wenigem Maße und das machte mich aggressiv.

Ich kettete mich an diesen Stein und wurde immer mehr zu einem eingeschlossenem Tier. Steine verändern sich nicht, passen sich nicht an und bleiben an Ort und Stelle.

Ich bin kein Stein und war es nie, Gott sei Dank.

Ich liebe diesen dummen Stein und das darf ich.

Vielleicht werd ich nix mehr so lieben wie Ihn, aber es tut gut Freiheit zu haben.

Auch wenn ich nicht weiss wie in Zukunft mein Garten aussieht so weiss ich das die 2 Bäume darin immer wachsen werden und in Zukunft wird kein Sturm sie mehr knicken.

Ich freu mich auf all die Tiere und Pflanzen die sich zu uns gesellen werden und wer weiß vielleicht kommen dann ein paar der Alten Pflanzen wieder.

Schon jetzt bitten Pflanzen in meinem Garten leben zu dürfen von denen ich dachte sie nie mehr zu sehen. Das ist das gute an Gärten die man mal reichlich bepflanzt hat.

Auch wenn man sie notgedrungen vernachlässigt hat waren sie nie weg sondern warteten auf eine bessere Zeit.

Ihr Leute die nur auf mein Aufwachen gewartet haben:

ICH DANKE EUCH!

Ich bin dankbar das es nur kurze Anrufe brauchte und ihr alle standet für mich und mein Kind bereit um uns zu helfen. Was kümmern mich da die oberflächlichen Freundschaften der letzten Jahre wenn ihr mir gezeigt habt das unsere Beziehung nichts erschüttern konnte?

Ich hab euch nicht verdient und trotzdem seit ihr da und helft mir wieder ICH zu werden, die Kleine verrückte die das Leben liebte.

Danke das ihr mich an mich erinnert und mich nicht als peinlich empfindet sondern mich genau dafür liebt.

Ich wusste nicht das dass eine gute Ressource von mir ist und ich brauch noch Zeit um das Leben wieder zu lieben. Aber dank euch glaub ich wieder das ich das kann.

Und es stimmt: Mit euch hab ich soo viel mehr Scheiss erlebt und durchgestanden das dass jetzt eigentlich ein Klacks sein müsste.

Ist es nicht.

Aber es wird irgendwann so sein.

Advertisements